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Warum Unternehmen ihre Suche neu denken müssen

Wer heute in einem Unternehmen nach Informationen sucht, erwartet dieselbe Benutzerfreundlichkeit wie bei einer Internetsuchmaschine. Eine Frage wird in natürlicher Sprache formuliert und innerhalb weniger Sekunden erscheint eine präzise Antwort. Die Realität sieht jedoch häufig anders aus. Dokumente liegen verteilt in Dateiservern, SharePoint, E-Mail-Archiven, CRM-Systemen oder Cloud-Speichern. Selbst wenn alle Informationen vorhanden sind, bleiben sie oft unauffindbar.

Studien zeigen, dass Wissensarbeiter einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit mit der Suche nach Informationen verbringen oder bereits vorhandene Inhalte erneut erstellen, weil diese nicht gefunden werden.1 Gleichzeitig zeigt sich, dass viele Unternehmen das Potenzial künstlicher Intelligenz für das Wissensmanagement bislang noch nicht ausschöpfen. Laut einer internationalen Befragung von Führungskräften geben 71 Prozent an, dass künstliche Intelligenz derzeit nicht zur Informationsverwaltung in ihrem Unternehmen eingesetzt wird.2 Obwohl AI-Lösungen in vielen Geschäftsbereichen zunehmend Einzug halten, bleibt die intelligente Verwaltung und Bereitstellung von Wissen für viele Organisationen noch eine ungenutzte Chance. Genutzt wird KI häufig bislang nur in der Verwaltung, bei der Datenanalyse oder beim Programmieren.3 Gerade vor dem Hintergrund stetig wachsender Datenmengen wird jedoch deutlich, dass klassische Suchverfahren allein langfristig nicht mehr ausreichen, um Informationen effizient bereitzustellen.

Die rasante Entwicklung großer Sprachmodelle wie GPT, Claude oder Gemini hat die Erwartungen zusätzlich verändert. Nutzer möchten nicht mehr ausschließlich Dokumente finden, sondern konkrete Antworten auf ihre Fragen erhalten. Moderne Suchplattformen müssen deshalb weit mehr leisten als die reine Suche nach Schlüsselwörtern. Sie entwickeln sich zu intelligenten Informationssystemen, die Inhalte verstehen, bewerten und kontextbezogen bereitstellen.

Von Enterprise Search zur AI Search

Enterprise Search beschreibt die unternehmensweite Suche über unterschiedliche Datenquellen hinweg. Ziel ist es, Informationen unabhängig von ihrem Speicherort schnell und sicher auffindbar zu machen. Moderne Enterprise-Search-Lösungen berücksichtigen dabei Zugriffsrechte, Dateiformate und verschiedene Datenquellen, sodass Mitarbeitende ausschließlich Inhalte sehen, für die sie berechtigt sind.

AI Search erweitert dieses Konzept um Verfahren der Künstlichen Intelligenz. Statt lediglich Wörter miteinander zu vergleichen, analysiert die Suchplattform die Bedeutung einer Anfrage. Dadurch können auch Dokumente gefunden werden, die den exakten Suchbegriff nicht enthalten, inhaltlich jedoch dieselbe Fragestellung behandeln. Zusätzlich lassen sich Suchergebnisse automatisch zusammenfassen, Fragen direkt beantworten oder relevante Informationen hervorheben.

Diese Entwicklung verändert die Rolle der Unternehmenssuche grundlegend. Aus einer klassischen Suchfunktion entsteht ein intelligenter Wissensassistent, der Mitarbeitende bei ihrer täglichen Arbeit unterstützt.

Warum klassische Volltextsuche allein nicht mehr ausreicht

Über viele Jahre basierten Suchmaschinen hauptsächlich auf lexikalischen Verfahren. Dabei wird geprüft, welche Wörter in Dokumenten vorkommen und wie häufig diese erscheinen. Verfahren wie BM25 liefern bis heute hervorragende Ergebnisse, wenn Nutzer präzise Fachbegriffe oder Produktnummern eingeben.

In der Praxis formulieren Menschen Suchanfragen jedoch selten so exakt. Ein Servicetechniker sucht beispielsweise nach einer Anleitung zum Austausch einer Hydraulikpumpe. Die vorhandene Dokumentation verwendet jedoch ausschließlich den Begriff Hydraulikaggregat. Eine klassische Schlüsselwortsuche erkennt diese inhaltliche Nähe häufig nicht.

Semantische Suchverfahren lösen dieses Problem, indem Texte mathematisch als Vektoren dargestellt werden. Dadurch können Dokumente anhand ihrer Bedeutung miteinander verglichen werden. Moderne Suchplattformen kombinieren deshalb meist beide Verfahren. Während die klassische Volltextsuche für Präzision sorgt, liefert die semantische Suche ein besseres Verständnis der Suchintention. Dieses Zusammenspiel wird als Hybrid Search bezeichnet und gilt heute als Best Practice für anspruchsvolle Unternehmensanwendungen.

Anforderungen an eine moderne AI-Search-Plattform

Die Einführung eines Sprachmodells allein macht noch keine leistungsfähige Unternehmenssuche. Entscheidend ist vielmehr die Qualität der zugrunde liegenden Suchplattform. Moderne AI-Search-Systeme vereinen mehrere technische Komponenten, die eng zusammenarbeiten.

Zu den wichtigsten Anforderungen gehören:

  • Unterstützung natürlicher Spracheingaben

  • Semantische und klassische Volltextsuche in einer gemeinsamen Suchstrategie

  • Anbindung unterschiedlicher Datenquellen über standardisierte Connectoren

  • Berücksichtigung bestehender Berechtigungsstrukturen

  • Automatische Relevanzoptimierung der Suchergebnisse

  • Skalierbarkeit für Millionen von Dokumenten

  • Flexible Bereitstellung in der Cloud oder On-Premises

  • Unterstützung verschiedener KI-Modelle ohne Herstellerbindung

  • Nachvollziehbarkeit durch Audit-Logs und transparente Protokollierung

Besonders in regulierten Branchen wie Industrie, Gesundheitswesen oder öffentlicher Verwaltung spielen Datenschutz und Datenhoheit eine zentrale Rolle. Viele Unternehmen möchten moderne KI-Funktionen nutzen, ohne sensible Informationen an externe Dienste weiterzugeben. Deshalb gewinnen Plattformen an Bedeutung, die sowohl Cloud- als auch On-Premises-Bereitstellungen unterstützen und unterschiedliche Foundation Models flexibel integrieren können.

Hier setzen Lösungen wie die Quasiris Search Cloud an. Statt Unternehmen an eine einzelne Suchmaschine oder ein bestimmtes Sprachmodell zu binden, ermöglicht eine modulare Architektur die Integration bestehender Suchtechnologien sowie verschiedener KI-Modelle. Dadurch lassen sich vorhandene Investitionen weiter nutzen und moderne AI-Funktionen schrittweise ergänzen. Dieser Ansatz erleichtert insbesondere Unternehmen mit gewachsenen IT-Landschaften den Übergang von einer klassischen Enterprise Search hin zu einer intelligenten AI Search.

Eine leistungsfähige AI Search Plattform besteht aus deutlich mehr als einem Suchfeld und einem Sprachmodell. Moderne Lösungen kombinieren Verfahren aus dem Information Retrieval, der Verarbeitung natürlicher Sprache, maschinellem Lernen und der klassischen Suchtechnologie zu einem Gesamtsystem. Erst das Zusammenspiel dieser Komponenten ermöglicht es, Informationen schnell, präzise und kontextbezogen bereitzustellen.

Im Folgenden werden die wichtigsten Funktionen moderner AI Search Plattformen erläutert.

Natural Language Understanding

Eine der sichtbarsten Veränderungen moderner Suchsysteme ist die Unterstützung natürlicher Sprache. Nutzer müssen Suchanfragen nicht mehr auf einzelne Schlüsselbegriffe reduzieren, sondern können vollständige Fragen formulieren.

Anstatt nach Hydraulikpumpe Wartungsintervall zu suchen, kann ein Mitarbeiter beispielsweise eingeben:

Wie oft muss die Hydraulikpumpe der Baureihe XY gewartet werden?

Natural Language Understanding, kurz NLU, analysiert die grammatikalische Struktur einer Anfrage und identifiziert relevante Begriffe, Beziehungen und Absichten. Das System erkennt beispielsweise, dass nach einem Wartungsintervall gefragt wird und dass sich die Anfrage auf eine bestimmte Maschinenserie bezieht. Dadurch entstehen wesentlich präzisere Suchergebnisse als bei einer reinen Schlüsselwortsuche.

Gerade im Unternehmensumfeld reduziert dies den Schulungsaufwand erheblich. Mitarbeitende müssen keine speziellen Suchoperatoren oder komplexen Filter kennen, sondern können ihre Fragen so formulieren, wie sie sie auch einem Kollegen stellen würden.

Semantic Search

Während klassische Suchmaschinen vor allem Wörter vergleichen, analysiert Semantic Search die Bedeutung einer Anfrage.

Die Grundlage bilden sogenannte Embeddings. Texte werden dabei in numerische Vektoren umgewandelt, deren Position im Vektorraum ihre semantische Ähnlichkeit widerspiegelt. Zwei Dokumente können dadurch als verwandt erkannt werden, obwohl sie unterschiedliche Begriffe verwenden.

Ein typisches Beispiel:

Ein Servicetechniker sucht nach

Motor überhitzt nach längerem Betrieb

Die technische Dokumentation beschreibt den Sachverhalt jedoch mit der Formulierung

Temperaturanstieg des Antriebsaggregats unter Dauerlast.

Eine klassische Volltextsuche liefert möglicherweise keine passenden Treffer. Semantic Search erkennt hingegen, dass beide Texte denselben Sachverhalt beschreiben.

Besonders bei umfangreichen Dokumentationen, Wissensdatenbanken oder Supportportalen verbessert dies sowohl die Trefferqualität als auch die Benutzerzufriedenheit erheblich.

Hybrid Search verbindet Präzision und Verständnis

Obwohl semantische Verfahren viele Vorteile bieten, ersetzen sie klassische Suchalgorithmen nicht vollständig.

Exakte Produktbezeichnungen, Artikelnummern, Gesetzesreferenzen oder technische Normen lassen sich häufig besser über lexikalische Suchverfahren finden. Moderne AI Search Plattformen kombinieren deshalb beide Ansätze.

Diese Kombination wird als Hybrid Search bezeichnet.

Dabei fließen beispielsweise folgende Faktoren gemeinsam in die Bewertung eines Dokuments ein:

  • Übereinstimmung der Suchbegriffe

  • semantische Ähnlichkeit

  • Dokumentenstruktur

  • Metadaten

  • Aktualität

  • individuelle Rankingregeln

Hybrid Search vereint damit die hohe Präzision klassischer Verfahren mit dem Kontextverständnis semantischer Modelle. Viele Experten betrachten diesen Ansatz heute als den leistungsfähigsten Standard für professionelle Suchanwendungen.

Gerade Unternehmen profitieren davon, weil sowohl technische Fachbegriffe als auch natürlich formulierte Fragestellungen zuverlässig verarbeitet werden können.

Question Answering

Viele Nutzer möchten heute nicht mehr eine Liste von Dokumenten durchsuchen. Sie erwarten eine direkte Antwort.

Question Answering geht deshalb einen Schritt weiter als klassische Suchmaschinen.

Nach der eigentlichen Suche identifiziert das System relevante Textpassagen und beantwortet die gestellte Frage unmittelbar.

Beispielsweise könnte ein Mitarbeiter fragen:

Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten beim Austausch des Netzteils?

Anstatt mehrere Handbücher öffnen zu müssen, erhält er direkt die relevanten Abschnitte inklusive Quellenangaben.

Wichtig ist dabei, dass moderne Unternehmenslösungen Antworten möglichst immer auf tatsächlich vorhandene Dokumente stützen. Dadurch lassen sich Halluzinationen großer Sprachmodelle deutlich reduzieren. Dieses Prinzip bildet auch die Grundlage vieler Retrieval Augmented Generation Systeme.

Smart Snippets

Oft entscheidet bereits der erste Blick darüber, ob ein Suchergebnis hilfreich ist.

Smart Snippets erzeugen automatisch kurze Textauszüge, welche die gesuchten Informationen bereits innerhalb der Trefferliste hervorheben.

Statt lediglich den Dokumenttitel anzuzeigen, sieht der Nutzer beispielsweise sofort:

  • den relevanten Absatz

  • markierte Suchbegriffe

  • erkannte Entitäten

  • hervorgehobene Antworten

Dadurch sinkt die Anzahl unnötig geöffneter Dokumente und die gewünschte Information wird schneller gefunden.

Besonders bei umfangreichen Dokumentensammlungen kann dies die Suchzeit deutlich reduzieren.

Intent Detection

Nicht jede Suchanfrage verfolgt dieselbe Absicht.

Wer nach

Notebook

sucht, kann sehr unterschiedliche Ziele haben.

Mögliche Suchintentionen sind:

  • Kauf eines Produkts

  • Reparaturanleitung

  • technische Spezifikation

  • Ersatzteile

  • Bedienungsanleitung

Intent Detection versucht, diese Absicht automatisch zu erkennen.

Hierzu werden neben der eigentlichen Anfrage unter anderem folgende Informationen berücksichtigt:

  • Formulierung der Frage

  • bisherige Suchhistorie

  • Dokumentkontext

  • Nutzerrolle

  • vorhandene Metadaten

Die Suchmaschine kann dadurch passende Dokumenttypen priorisieren und irrelevante Treffer reduzieren.

Dynamic Faceting

Filter gehören seit vielen Jahren zu den wichtigsten Bestandteilen professioneller Suchsysteme.

Traditionell werden diese statisch definiert.

Moderne AI Search Plattformen erzeugen Filter hingegen dynamisch anhand der jeweiligen Suchanfrage.

Sucht ein Mitarbeiter beispielsweise nach

Industriepumpe Edelstahl

könnten automatisch passende Filter erscheinen:

  • Hersteller

  • Förderleistung

  • Werkstoff

  • Nenndruck

  • Einsatzgebiet

Bei einer völlig anderen Suchanfrage würden stattdessen andere Filter vorgeschlagen.

Dadurch bleibt die Benutzeroberfläche übersichtlich und gleichzeitig hoch relevant. KI-gestützte dynamische Facetten verbessern die Navigation insbesondere bei großen Datenbeständen mit umfangreichen Metadaten.

Federated Search

In den wenigsten Unternehmen liegen alle Informationen an einem zentralen Ort.

Typische Datenquellen sind:

  • Dateiserver

  • SharePoint

  • Confluence

  • CRM-Systeme

  • ERP-Systeme

  • Dokumentenmanagementsysteme

  • Cloudspeicher

  • Datenbanken

Federated Search ermöglicht eine gemeinsame Suche über sämtliche angeschlossenen Systeme hinweg, ohne dass Mitarbeitende wissen müssen, wo ein Dokument ursprünglich gespeichert wurde.

Dabei bleiben bestehende Berechtigungen erhalten. Ein Nutzer erhält ausschließlich Zugriff auf Informationen, für die er autorisiert ist.

Gerade Unternehmen mit historisch gewachsenen IT-Landschaften profitieren von diesem Ansatz erheblich, weil vorhandene Systeme weiter genutzt werden können und keine vollständige Datenmigration erforderlich ist.

Für Plattformen wie die Quasiris Search Cloud ist diese Offenheit ein wesentlicher Baustein. Über Connectoren lassen sich bestehende Suchmaschinen, Datenbanken und Unternehmensanwendungen integrieren, sodass Informationen unabhängig vom Speicherort in einer gemeinsamen Suchoberfläche verfügbar werden.

 

Fazit: AI Search wird zur zentralen Wissensplattform moderner Unternehmen

Unternehmen erzeugen heute mehr Informationen als jemals zuvor. Technische Dokumentationen, Projektdokumente, E-Mails, Wissensdatenbanken, Verträge und Produktinformationen entstehen täglich in unterschiedlichsten Systemen. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Mitarbeitenden. Informationen sollen sofort verfügbar sein, unabhängig davon, wo sie gespeichert sind oder wie sie ursprünglich bezeichnet wurden.

Genau hier setzt AI Search an.

Moderne Suchplattformen beschränken sich nicht mehr auf das Auffinden von Dokumenten. Sie verstehen Suchanfragen, erkennen Zusammenhänge, priorisieren relevante Informationen und unterstützen Nutzer mit direkten Antworten. Technologien wie Natural Language Understanding, Semantic Search, Hybrid Search oder Question Answering machen die Unternehmenssuche intelligenter und gleichzeitig einfacher nutzbar.

Ebenso wichtig sind jedoch die technischen Grundlagen. Datenschutz, Berechtigungskonzepte, Skalierbarkeit, Integrationsfähigkeit und transparente Nachvollziehbarkeit entscheiden darüber, ob eine Suchlösung langfristig produktiv eingesetzt werden kann. Gerade im Unternehmensumfeld genügt es nicht, ein Large Language Model an eine Datenbank anzubinden. Erst eine leistungsfähige Suchschicht sorgt dafür, dass Sprachmodelle auf relevante, aktuelle und autorisierte Informationen zugreifen können.

Aus diesem Grund setzen sich zunehmend modulare Architekturen durch. Unternehmen möchten bestehende Suchmaschinen weiter nutzen, unterschiedliche KI-Modelle flexibel integrieren und selbst entscheiden, ob ihre Daten in der Cloud, in einer Private Cloud oder vollständig On Premises verarbeitet werden.

Die Quasiris Search Cloud verfolgt genau diesen Ansatz. Statt Unternehmen an eine bestimmte Suchmaschine oder einen einzelnen KI-Anbieter zu binden, ermöglicht die Plattform eine flexible Kombination bestehender Suchtechnologien mit modernen AI-Funktionen. Unterstützt werden unter anderem klassische Volltextsuche, Semantic Search, Hybrid Search, intelligente Relevanzoptimierung, föderierte Suche sowie die Integration verschiedener Foundation Models. Dadurch können Unternehmen ihre bestehende Suchinfrastruktur schrittweise erweitern und gleichzeitig Datenschutz, Skalierbarkeit und Investitionssicherheit gewährleisten.

AI Search entwickelt sich damit von einer technischen Suchfunktion zu einer zentralen Wissensplattform, die Mitarbeitende unterstützt, Prozesse beschleunigt und vorhandenes Unternehmenswissen deutlich besser nutzbar macht.

Häufig gestellte Fragen

Was ist AI Search?

AI Search bezeichnet Suchplattformen, die klassische Suchtechnologien mit Verfahren der künstlichen Intelligenz kombinieren. Neben der Volltextsuche kommen unter anderem semantische Suche, Sprachverständnis, automatische Relevanzbewertung und Frage-Antwort-Systeme zum Einsatz. Ziel ist es, Informationen schneller und kontextbezogener bereitzustellen.

Worin unterscheidet sich AI Search von einer klassischen Suchmaschine?

Klassische Suchmaschinen vergleichen hauptsächlich Wörter und Suchbegriffe. AI Search analysiert zusätzlich die Bedeutung einer Anfrage und kann auch inhaltlich verwandte Dokumente finden. Dadurch verbessert sich insbesondere die Suche in umfangreichen Wissensdatenbanken und technischen Dokumentationen.

Warum reicht ein Chatbot allein nicht aus?

Ein Sprachmodell besitzt ohne geeignete Datenbasis kein aktuelles Unternehmenswissen. Erst eine leistungsfähige Suchplattform stellt sicher, dass relevante Dokumente gefunden, Berechtigungen berücksichtigt und Antworten auf belastbaren Quellen basieren. Deshalb gilt in vielen Enterprise-Szenarien:

Chatbot + Datenbank = einfache Testlösung

Chatbot + Enterprise Search + AI = produktionsreife Lösung

Was versteht man unter Hybrid Search?

Hybrid Search kombiniert klassische Volltextsuche mit semantischer Vektorsuche innerhalb einer einzigen Suchanfrage. Beide Verfahren werden parallel ausgeführt und anschließend zu einem gemeinsamen Ranking zusammengeführt. Dadurch lassen sich sowohl exakte Fachbegriffe als auch natürlich formulierte Suchanfragen zuverlässig verarbeiten. Microsoft beschreibt Hybrid Search heute als bevorzugten Ansatz für moderne Retrieval-Augmented-Generation-Anwendungen.

Welche Vorteile bietet eine modulare AI Search Plattform?

Eine modulare Architektur ermöglicht es Unternehmen,

  • bestehende Suchmaschinen weiterzuverwenden,

  • unterschiedliche KI-Modelle einzubinden,

  • Cloud- und On-Premises-Bereitstellungen zu kombinieren,

  • neue Funktionen schrittweise einzuführen,

  • bestehende Investitionen langfristig zu sichern.

Dadurch sinken Einführungsrisiken und gleichzeitig bleibt die technologische Flexibilität erhalten.

1 , 2 Heise Medien GmbH & Co. KG (2025): Informationssuche frisst ein Viertel der Arbeitszeit von Büroangestellten. https://www.heise.de/news/Ineffizienz-im-Buero-Mitarbeiter-suchen-10-Stunden-pro-Woche-nach-Informationen-10309833.html

ifo Institut (2026): KI wird u. a. für Informationsrecherche genutzt. https://www.ifo.de/fakten/2026-06-05/mehr-als-die-haelfte-der-unternehmen-nutzt-kuenstliche-intelligenz